Nistkasten Spatzen

Spatz ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Haussperling. Er hat sich schon vor 10000 Jahren dem Menschen angeschlossen und lebt in seiner unmittelbaren Nähe. Aus diesem Grund ist er einer der bekanntesten Singvögel. In seinem Lebensraum muss es ausreichend Sämereien und Getreideprodukte das ganze Jahr über geben. Außerdem benötigt er geeignete Standorte zum Niederlassen. Gut geeignet sind Dörfer mit Landwirtschaft, aber auch Vorstadtbezirke und Stadtzentren mit großen Parkanlagen oder zoologischen Gärten.

Allerdings gehört der Spatz mittlerweile zu den bedrohten Vogelarten und steht dort auf der Vorwarnliste. Mit einem Nistkasten für Spatzen kann man an der Rettung für die Spatzen teilnehmen. Der Spatz nistet sowohl in Höhlen als auch in Nischen, seine Nester baut er vornehmlich in Mauernischen und -spalten und unter losen Dachpfannen. Aber auch Nistkästen nimmt der Haussperling gern an.

Wo und wie bringe ich den Spatzen Nistkasten am besten an?

Der Nistkasten kann in einer Mindesthöhre von 2,5 Metern an Schuppen oder Hauswänden angebracht werden. Ideal ist ein Platz unter dem Dachvorstand, wo der Nistkasten gut geschützt ist. In unmittelbarer Nähe sollten Büsche und Bäume als Versteck für den Spatzen sein. Das Einflugloch sollte nach Südosten oder Osten zeigen. Nord- und Westausrichtungen sollten vermieden werden, weil es dort kälter und nässer ist. Mit einer Ausrichtung nach Süden kann es durch die Sonneneinstrahlung zu heiß werden.

Spatzen Nistkasten Auswahl

Die folgenden Nistkästen werden von Spatzen angenommen.

Esschert Design NK41 Spatzenvilla

Esschert Design NK41 Spatzenvilla, schwarz-weiß-grau

Die Spatzenvilla von Esschert Design besticht durch schlichtes Aussehen und fügt sich gut in jeden Garten ein. Die drei Nistkästen für Spatzen sind von links nach rechts schwarz-weiß-grau gefärbt. Das Dach ist aus Zink, um die Kästen gut gegen Regen zu schützen.

Esschert Design NK41 Spatzenvilla

 

Elmato 10619 Nistkasten, Haussperling

Elmato 10619 Nistkasten, Haussperling

Der Nistkasten für Haussperlinge von Elmato ist aus naturbelassenem Fichtenschichtholz. Das Dach besteht aus einer wetterfesten Multiplexplatte. Der Nistkasten hat zwei Eingänge und die Maße 38 x 15 x 24 Zentimeter.

 

Elmato Nistkasten Haussperling

 

 

 Schwegler Sperlingskolonie SP1

Schwegler 590/8 Sperlingskoloniehaus 1SP

Dieser Nistkasten bietet drei Bruträume nebeneinander. Er ist aus atmungsaktivem Holzbeton gefertigt, der sehr witterungsbeständig und damit gut für Nistkästen geeignet ist.

Zur Kontrolle und Reinigung kann die Vorderwand komplett abgenommen werden, wenn der Schraubenhaken einmal komplett gedreht wird.

 

Schwegler Sperlingskolonie

 

Merkmale des Haussperlings

Der Haussperling ist kräftig und etwas gedrungen mit einer Körperlänge von 14 bis 16 Zentimetern und eine Flügelspannweite von etwa 23 Zentimetern. Der Kopf ist sehr groß im Verhältnis zum Körper.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich deutlich.

Die Männchen haben eine schwarze oder dunkelgraue Kehle, einen schwarzen Brustlatz, einen bleigrauen Scheitel mit einem kastanienbraunen Feld, das vom Auge bis zum Nacken reicht. Die Brust und der Bauch sind aschgrau. Der Rücken und die Flügel sind braun mit schwarzen Längsstreifen, eine weiße Flügelbinde ist deutlich erkennbar.

Die Weibchen sind unscheinbarer. Sie haben eine helle graubraune Oberseite, der Rücken ist schwarzbraun und hat gelbbraune Streifen. Auch der Kopf ist graubraun und hat einen hellen Streifen über den Augen.

Der Flug des Haussperlings ist schnell (fast 60km/h) und geradlinig mit schnellen Flügelschlägen (etwa 13 Mal in der Sekunde). Er fliegt meist niedrig vom Nistplatz zu nahegelegenen Bäumen oder Büschen.

Nur das Haussperling-Männchen singt und zwar ein etwas monotones, relativ lautes rhythmisches “Tschilp” (auch “tschirp”). Über verschiedene Ausrufe kommunizieren die Vögel untereinander Warnungen vor Luftfeinden, Warnungen vor Bodenfeinden und Aufforderungen zur Kopulation.

Nahrung

Der Haussperling frisst im ländlichen Raum vor allem Getreidesamen (Weizen, Hafer und Gerste) und Samen von Wildgräsern und -kräutern. Zeitweise (Frühjahr bis Sommer) frisst der Spatz auch Insekten. In Städten sind Haussperlinge Allesfresser und ernährt sich vom Müll des Menschen. Die nahrungsaufnahme erfolgt gesellig in kleineren losen Verbänden, in denen die Zeit zur Absicherung gegen Feinde aufgeteilt wird.

Verhalten

Da der Haussperling das ganze Jahr über badet, ist eine Vogeltränke / ein Vogelbad wichtig im Garten, um Sperlinge anzulocken.

Nestbau und Brut

Der Haussperling ist sehr flexibel beim Wahl seines Niststandorts. Er brüten sowohl in Nischen und Höhlen als auch im Freien. Er nistet oft in lockeren Verbänden oder Kolonien, wobei die Nester einen Mindestabstand von einem halben Meter haben. Typische Nistplätze sind geschützte Hohlräume an Gebäuden (vor allem in Mauerlöchern und Nischen unter dem Vordach). Aber auch Schwalbennester und Spechthöhlen sowie künstliche Nistkästen werden als Nistplatz benutzt. Bei Mangel an geschützten Plätzen baut der Haussperling Freinester in Büschen oder Bäumen, die ein Dach aus Halmen bekommen.

Unabhängig vom Standort ist das Nest ein Kugelnest mit seitlichen Eingang. Als Material kommt Stroh, Gras, Wolle und Papier oder Lumpen zum Einsatz, alles was der Spatz in einem Umkreis von 20 bis 50 Metern findet.

Der Nestbau wird vom Männchen während der Balz ab Mitte März begonnen und von beiden Partnern zusammen vollendet.

In Deutschland beginnt die Brutzeit Ende April und reicht bis August. In dieser Zeit werden zwei bis drei, selten auch mal vier Bruten aufgezogen. Allerdings leben nach einem Jahr nur noch 20% der Jungvögel in ländlichen Gebieten, 40% in Stadtgebieten. Die hohe Sterblichkeit liegt vor allem an den Schwierigkeiten der selbstständigen Nahrungsbeschaffung und an natürlichen Feinden.

Das Gelege besteht aus vier bis sechs Eiern. Das Brüten dauert 10 bis 15 Tage. Die geschlüpften Jungen werden anfangs mit zerkleinerten Insekten, später zunehmend mit Sämereien gefüttert. Die Nestlingzeit schwankt stark und beträgt in der Regel 14 bis 16 Tage